fM Podcast „Ist dein Fitnessstudio relevant oder austauschbar?“

Warum scheitern viele Fitnessunternehmen beim Wachstum? Janosch Marx und Ulf Camehn sprechen über nachhaltige Expansion in der Branche.
Lesezeit: 2 Minuten
Warum scheitern viele Fitnessunternehmen trotz eines boomenden Marktes beim Wachstum? In der neuen Folge von Fitness im Ohr spricht Janosch Marx mit Ulf Camehn über die größten Herausforderungen der Branche. Gemeinsam analysieren sie, warum nachhaltiger Erfolg nicht durch mehr Standorte, sondern durch klare Positionierung, starke Führung und echte Kundennähe entsteht.

Das Wachstum von Fitnessunternehmen ist eines der großen Themen der Branche. Trotz steigender Mitgliederzahlen und eines boomenden Marktes gelingt es vielen Betreibern nicht, nachhaltig zu expandieren.

Warum Expansion allein kein Erfolgsrezept ist, welche Fehler Betreiber immer wieder machen und welche Strategien langfristig erfolgreich sind, darüber spricht Janosch Marx in der neuen Folge von Fitness im Ohr mit Ulf Camehn.

Die beste Fitnesskette ist für mich die, die es schafft, den Erfolg, den ein einzelnes Studio hat, in ein belastbares System zu übersetzen, ohne dass der Faktor Mensch da draußen verschwindet.

Ulf Camehn sieht die Ursachen vor allem in fehlenden Strukturen und einer Expansion, bei der Prozesse und Führung nicht mitwachsen.

Mit einem zweiten Standort verändert sich die Rolle des Unternehmers grundlegend. Ulf Camehn erläutert, dass ein häufiger Fehler ist, mehrere Studios weiterhin wie einen Einzelbetrieb zu führen.

Wer darüber hinaus ausschließlich über den Preis konkurriert, gerät insbesondere gegenüber großen Ketten schnell unter Druck. Entscheidend sei deshalb eine klare Positionierung und die Frage, welches Problem ein Studio für seine Mitglieder besser löst als andere Anbieter.

Ältere Menschen suchen häufig Gesundheit, Selbstständigkeit und soziale Gemeinschaft – nicht in erster Linie Preisvorteile. Genau darin sieht Ulf Camehn einen Grund, warum diese Zielgruppe von vielen Fitnessanbietern bislang nicht ausreichend erreicht wird.

Welches Kundenproblem löse ich? Welche Relevanz habe ich im Markt? Wie bin ich nicht austauschbar?

Auch Aggregatoren können neue Trainierende in die Studios bringen, erhöhen nach Einschätzung von Ulf Camehns aber auch die Abhängigkeit von externen Plattformen. Betreiber sollten deshalb genau prüfen, welche Rolle solche Angebote im eigenen Geschäftsmodell spielen sollen.

Verbände können die Interessen der Branche gegenüber Politik und Gesellschaft bündeln. Gleichzeitig bieten sie ihren Mitgliedern Möglichkeiten zum Austausch, zur Weiterbildung und zum Networking – Potenziale, die aktiv genutzt werden sollten.

Fitness im Ohr: hier aktuelle Folge als Podcast anhören

Key Takeaways

  • Wachstum braucht Strukturen: Spätestens mit dem zweiten Studio reichen persönliche Führung und spontane Entscheidungen nicht mehr aus.
  • Relevanz statt Austauschbarkeit: Erfolgreiche Fitnessunternehmen lösen ein konkretes Kundenproblem besser als ihre Wettbewerber und schaffen dadurch einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.
  • Persönliche Betreuung bleibt entscheidend: Qualifiziertes Personal, echte Kundenorientierung und sinnvoll eingesetzte Digitalisierung stärken die Mitgliederbindung langfristig.
  • Zielgruppen gezielt ansprechen: Wer ältere Menschen erreichen möchte, sollte Gesundheit, Selbstständigkeit und soziale Gemeinschaft in den Mittelpunkt.
  • Zukunft aktiv gestalten: Erfolgreiche Betreiber hinterfragen ihr Geschäftsmodell regelmäßig, beobachten Marktveränderungen und entwickeln ihre Angebote konsequent weiter.

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